Die Idee vom zweiten Park findet Anklang

"Mack In der Region halten"

FREIBURG. Die Idee eines zweiten Freizeitparks neben dem "Europa-Park" findet unter den Kommunalpolitikern am südlichen Oberrhein gro?en Anklang. In der gestrigen Beratung im Planungsausschuss des Regionalverbands in Freiburg war zwar in der Sache nicht viel zu entscheiden, doch die meisten Fraktionssprecher signalisierten mehr oder weniger deutlich Zustimmung. Selbst die Grünen geben sich in der Abwägung des Projekts "ergebnisoffen". Ansto? nehmen sie derzeit am Verfahren: Die Idee eines zweiten, womöglich doppelt so gro?en Europa-Parks war lediglich als Eingriff in einen "regionalen Grünzug", also in ein Gebiet, in dem nicht gebaut werden darf, in die öffentliche Diskussion geraten "Das Projekt hat es nicht verdient, einfach so mitgeschleift zu werden" im Zuge mehrerer anderer ?nderungen des Regionalplans, so Eckart Friebis, Sprecher der Grünen.

Zwar wünschen alle Fraktionen ebenso wie die Grünen mehr Informationen, aber deswegen wollen sie das Verfahren nicht durch Vertagen aufhalten. Zumal auch die Spitze des Regionalverbands dahinter steht. Wie der Verbandsvorsitzende, der Ortenauer Landrat Günter Fehringer, berichtete, sei der Verband auf den "Europa-Park" zugegangen mit der Frage, ob er nicht Ideen für das durch eine neue Autobahnausfahrt künftig bestens erschlossene Areal habe. Erst dann habe das "Europa-Park" - Unternehmen Mack ein Konzept entworfen, von dem heute niemand wisse, ob und wer es durchsetzen werde und wolle. Deshalb weisen die Planer die vorgesehene Fläche sehr abstrakt als "regional bedeutsamen Schwerpunkt für Tourismus" aus. Mack selbst hat aber schon ein detailliertes Konzept vorgelegt, das auf den 120 Hektar Sportflächen, Campingplätze, Hotels, Veranstaltungssäle, ein Spa?bad und andere Freizeiteinrichtungen vorsieht. Wichtig sei, so die überwiegende Meinung in der gestrigen Ausschuss-Sitzung, das kräftig expandierende Unternehmen Mack auch in Zukunft in der Region zu halten.

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