Franz Mack - Achterbahnen sind sein Leben

Spa? für Millionen: "Vater" des Europa Parks wird 80

FREIBURG/WALDKIRCH. Sein Alter sieht man ihm nicht an. Die Familie und die Arbeit haben ihn jung gehalten. Franz Mack, Seniorchef der Waldkircher Heinrich Mack AG und Mitbegründer des Europa-Parks in Rust, feiert heute den 80. Geburtstag. Am Aufstieg der Karussellbaufirma, gegründet 1780, hatte er gro?en Anteil. Schon als 18-Jähriger konstruierte er seine erste Achterbahn. Aber auch als 1997 die rasante "Euro-Mir" in Rust startete, sa? ihr Erfinder im ersten Wagen: "Für ein paar Runden Achterbahn ist man nie zu alt", findet er. Unter Franz Mack wuchs der Export von Fahrgeschäften. Den Europa-Park gründete er 1975 als "Schaufenster" für seine Konstruktionen. Heute ist er der Park Marktführer in Europa. Dessen Leitung hat er zwar den Söhnen Roland und Jürgen überlassen. Doch ausruhen will er sich noch nicht. Den Geburtstag feiert er mit Ehefrau Liesl, mit der seit 52 Jahren verheiratet ist, und fünf Enkeln.

© 2001 Badische Zeitung

RUST. Franz Mack, Seniorchef und Gründer des Europa-Parks Rust, feiert heute den 80. Geburtstag. Mit seinen Söhnen Roland und Jürgen machte er die Freizeitanlage in der südlichen Ortenau zu einem der grö?ten europäischen Themenparks. Die Liebe zu seiner Arbeit hält ihn jung: Franz Mack, der heute 80 Jahre alt wird, stellte sich vielen Herausforderungen und erreichte gro?e Erfolge. Das gilt insbesondere für die in Waldkirch ansässige Firma Mack, dem Lebenswerk des heutigen Jubilars.

Der gelernte Karosseriebauer führte das 1780 gegründete Unternehmen, nach eigenen Angaben das weltweit älteste im Karussell- und Fahrzeugbau, an die internationale Spitze. Innovative Konzeptionen im Bereich der Fahrzeuggeschäfte und die Gründung des Freizeitparks in Rust stellten die Grundlagen für diesen Aufstieg dar. 1951 baute Mack die erste Bobbahn aus Holz, nur ein Jahr später wagte das Unternehmen, der heute in der achten Generation von der Familie geführt wird, den Sprung über den Atlantik in das US-Geschäft. Die Typenvielfalt der Fahrgeschäfte ist beeindruckend. Ab 1958 begann Mack, den Werkstoff Polyester für den Fassadenbau und die Figurengestaltung zu verwenden. Völlig unterschiedliche Produkte - vom »Blauen Enzian« bis zum »Disco-Star«, von der »Südsee-Welt« bis zur »Petersburger Schlittenfahrt« - entstanden.

Franz Mack erkannte schon früh die gro?en Chancen des Ruster Freizeitparks. In über 25 Jahren entwickelte sich eine attraktive Kombination aus Parkanlagen, Unterhaltungsdarbietungen, kulturellen Höhepunkten und dem Nervenkitzel der Fahrgeschäfte, die fast alle von der Mutterfirma Mack in Waldkirch gebaut wurden. Auch mit 80 Jahren sind Macks Streben nach Perfektion und sein Ideenreichtum ungebrochen. Er denkt nicht daran, sich auf seinen Loorbeeren auszuruhen.

Der Jubilar ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. Dazu gehört die Lorenz-Werthmann-Medaille des Deutschen Caritas-Verbandes genauso wie die Verdienstmedaille des Roten Kreuzes. 1984 erhielt er als erster Freizeitparkunternehmer in Deutschland das Bundesverdienstkreuz am Bande, dreizehn Jahre später bekam er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für seine herausragenden unternehmerischen Initiativen. Hinzu kamen im Jahr 1994 der "Ehrenpreis des Verbandes der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller" (VDV) und 1999 der "Over the Years Award", der jährlich von der IAAPA, dem Weltverband der Freizeitparks, für au?ergewöhnliche Verdienste um die Freizeitindustrie vergeben wird. Au?erdem war Franz Mack lange Zeit Mitglied des Normenausschusses DIN 4112, verantwortlich für den Bau und Betrieb von Fahrgeschäften, hatte einen Sitz im Aufsichtsrat der Volksbank Waldkirch und engagiert sich in vielen anderen Ehrenämtern.

© 2001 Baden-Online