Auch die Ausfahrt wird zweispurig

Arbeiten am neuen Autobahnanschluss kommen gut voran/Gemeinderäte und Bürger informierten sich vor Ort

Von unserer Mitarbeiterin Ilona Hüge

RINGSHEIM. Der Autobahnanschluss und die Kreisstra?e 5349 sind ein enormes Stück voran gekommen. Gemeinderäte und Bürger aus Ringsheim sowie Räte aus Rust besichtigten am Dienstag die Bauarbeiten mit Vertretern des Autobahnbetriebsamts.

Rund acht Millionen Mark investieren Bund und Kreis in den Neubau des Autobahnanschlusses und in die Erweiterung der K 5349 zwischen Ringsheim und Rust. Matthias Fuchs vom Autobahnbetriebsamt Karlsruhe fasste im Baubüro, an der Stelle des früheren TuS-Vereinsheims, die wichtigsten Veränderungen für die Besucher zusammen.

Drei Bauabschnitte gehören zur Gesamtma?nahme. An erster Stelle steht der Ausbau der K 5349 auf drei Spuren. Mit dieser Arbeit begann der Ausbau. Die frühere Verbindung von Ringsheim nach Rheinhausen, die K 5351, wurde dabei vom Verkehr abgehängt und wird zurück gebaut. Zum Gesamtpaket gehört die Nordumfahrung Ringsheim und natürlich das Kernstück des Umbaus, der Neubau der Ab- und Zufahrten zur Autobahn. Als letztes wird eine neue Zufahrt ins Gewerbegebiet Leimenfeld gebaut.

Der Autobahnanschluss hat nach Angaben von Fuchs einige Besonderheiten. Er wird recht gro?zügig ausgebaut und erhält zweistreifige Ausfahrtsspuren, die sich dann in Richtung Rust und Europa-Park fortsetzen. Weitere Besonderheiten sind die Verbindung von Autobahnanschluss und Kreisstra?e über Kreisel und die Bypass-Funktion, die dem Verkehr von Rust nach Ringsheim eine eigene Fahrspur, unbelastet vom Abbiegeverkehr auf die Autobahn, ermöglicht.

Für den gesamten Bau wurden gro?e Erdmassen bewegt. Abgetragen wurden rund 23 000 Kubikmeter Erde. Aufgetragen werden wegen der vielen Dammanlagen rund 67 000 Kubikmeter Erdreich. Die Bauarbeiter mussten zunächst die Fahrbahn aufbrechen und rund 16 000 Kubikmeter abtragen, da das Material teerhaltig ist und gesondert entsorgt werden muss. Für die neuen Fahrbahnen werden rund 38 000 Quadratmeter Fläche befestigt.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Brücke der Kreisstra?e über die Autobahn "ertüchtigt", das hei?t sie wird bis auf den tragenden Beton abgebaut und mit einer neuen, tragfähigen Deckschicht versehen. Für die Rekultivierung am Standort Vereinsheim und am Hüsemer Strä?le wird dann nicht mehr Karlsruhe, sondern das Autobahnamt Freiburg zuständig sein, so Fuchs.

Eigentlich war die Besichtigung der Gro?baustelle nur für die Gemeinderäte von Ringsheim und Rust gedacht, doch die Veröffentlichung des Termins im Ringsheimer Gemeindeblatt weckte das Interesse der Bürger. Vor allem Ringsheimer Landwirte nutzten die Gelegenheit und kritisierten nachdrücklich, dass die Wirtschaftswege bei aller sonstigen Gro?zügigkeit viel zu schmal geplant wurden.

An den Abmessungen allerdings wird sich nichts ändern. Der Ausbau muss sich an die Vorgaben der Planfeststellung halten, sagte Fuchs. "Wir können nur versuchen, es bautechnisch so weit wie möglich zu entschärfen", sagte er den Landwirten zu. Ein erster Ansatz dafür ist bereits geplant. Vor der Brücke werden Haltebuchten am Wirtschaftsweg angelegt, damit die Landwirte bei Gegenverkehr ausweichen können.

Am Mittwoch fand nach Angaben von Bürgermeister Heinrich Dixa ein weiterer Termin statt. Mit der Planerin der Anschlussstelle ging es zu einer Besichtigung der Zufahrt zum Schützenhaus.

© 2001 Badische Zeitung