Der Europa-Park steht vor einem neuen Besucherrekord

Eine Bilanz der Superlative

Von unserem Redakteur Hubert Fetterer

RUST. Der Europa-Park wird dieses Jahr wahrscheinlich erneut einen Besucherrekord verzeichnen können. Zum Stichtag 10. September lag man bei 2,4 Millionen Gästen, ein leichtes Plus gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2000, als kurz vor Saisonschluss erstmals die Drei-Millionen-Marke geknackt wurde.

Geschäftsführer Roland Mack erinnerte in einer Pressekonferenz am Dienstag an die Rolle des Parks als Arbeitgeber. Mit der erstmaligen Winteröffnung vom 1. Dezember bis 6. Januar, mit hochwertiger Gastronomie und Dienstleistungen wolle man auch mehr Dauerarbeitsplätze schaffen. Immerhin beschäftigt der Park während der Saison 2000 Mitarbeiter, 8000 Arbeitsplätze in der Region hängen indirekt am Park. Um dies zu festigen und neue Perspektiven aufzubauen, müsse man dem Park aber auch die Chance zur Erweiterung einräumen. Mack fordert deshalb unmissverständlich die Ausweisung des "regional bedeutsamen Schwerpunkts für Tourismus und Freizeit" zwischen Rust und dem Autobahnanschluss.

Pressesprecherin Christine Wenz präsentierte am Dienstag viele Zahlen der Superlative. Die beiden Erlebnishotels des Parks sind zu 99,1 Prozent ausgebucht. 3300 ?bernachtungen wurden in den umliegenden Gemeinden über das Regiokonzept gebucht, das beste Ergebnis seit 1997. 50 Prozent der Parkbesucher geben an, auch andere Ziele in der Region zu besuchen. Die Zahl der Erstbesucher stieg von 22 auf 25 Prozent, elf Prozent (voriges Jahr neun) bleiben zwei oder mehr Tage ? der Park als Kurzurlaubsziel.

Arbeiten und Vergnügen: Inzwischen können im Confertainment-Center bis zu 2000 Personen gleichzeitig tagen. 800 Konferenzen gibt es allein in diesem Jahr, manche zwei, drei Tage lang, und immer mehr Firmen kommen wieder, berichtet Wenz. Am 9./10. November findet im Park der CDU-Landesparteitag statt. Au?erdem werden 78 Events, darunter demnächst das Oktoberfest und Halloween, parallel zum Parkbetrieb organisiert. Für Halloween wird der gesamte Park mit 120 000 Kürbissen dekoriert.

Zur Einführung des Euro ? 17 Tonnen der neuen Einheitswährung werden in den Park geliefert ? werden die Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der europäischen Zentralbank speziell geschult.

Vom 1. Dezember bis 6. Januar ist "Winterzauber" angesagt. Bis auf die Wasserfahrgeschäfte im Freien sind weitgehend alle Attraktionen geöffnet, zusätzliche Zugpferde sind Schlittschuhlaufen und ein gro?er Weihnachtsmarkt. Der Eintritt ist verbilligt, au?erdem gehen zwei Mark von jeder Karte an die Aktion "Herzenssache" des SWR für soziale Einrichtungen, besonders Kinder.

Laut Roland Mack hat eine Umfrage unter den Besuchern ergeben, dass 600 000 den Park auch im Winter besuchen würden. "Wir gehen davon aus, dass ein Drittel diese Ankündigung wahr macht", so Mack. Und: "Es wäre schön, wenn sich der Winterzauber betriebswirtschaftlich rentieren würde".

© 2001 Badische Zeitung