Die Sorge des Moderators

Blick hinter die Kulissen der Eurovisionssendung zum Grand Prix der Volksmusik im Europa-Park

Von unserem Mitarbeiter Stefan Merkle

RUST. "Zauber der Dolomiten", "Sieben kleine Sünden" oder "Zeig mir noch einmal die Heimat" - Titel wie diese begeisterten am Samstagabend beim Grand Prix der Volksmusik 2003 allein in Deutschland 4,6 Millionen Zuschauer. Aufgezeichnet wurde die Eurovisionssendung live im Europa-Park. Die BZ warf einen Blick hinter die Kulissen.

Jeweils vier Interpreten aus der Schweiz, ?sterreich, Südtirol und Deutschland traten an, um den begehrten Bergkristall zu gewinnen, der zum 18. Mal verliehen wurde. Die Zuschauer konnten zum Schluss per Telefonanruf abstimmen, wer die gläserne Trophäe mit nach Hause nehmen durfte.

Im Gespräch mit der BZ verrät Moderator Thomas Ohrner, dass er sich im Europa-Park wohl fühlt. Schon 21 andere Shows hat der 38-Jährige in Rust aufgezeichnet "und wir haben hier schon viele Streiche für die `Versteckte Kamera` gedreht", erinnert sich Ohrner schmunzelnd. Eine gro?e Live-Samstagabendshow hat er aber noch nie moderiert und deshalb ist er diesmal auch vorsichtig während seines Aufenthaltes im Freizeitpark: Er hatte sich noch in kein Fahrgeschäft gewagt und wenn, dann sicher "nicht in den Silver Star, schlie?lich muss ich morgen ja moderieren und da möchte ich nicht lila-blassblau auf der Bühne stehen", so Ohrner.

Doch selbst das hätte die aufwändige Lichttechnik wohl korrigieren können, welche das schmucke Bühnenbild ausleuchtete. "Ein super Bühnenbild", so der Tenor auch unter der versammelten deutschsprachigen Yellowpress beim ersten Fototermin. "Das gibt gute Bilder", so die fachsimpelnde Hochglanzpresse weiter, denn auch Thomas Ohrner spielte mit und posierte bereitwillig mal sitzend, mal stehend eine viertel Stunde lang. Wenig Zeit bleibt da, sich auch einmal das Umland anzusehen.

Während am Vortag noch kleine Spots im Park gedreht wurden, ging es Samstag schnell zur Sache: Mittags Generalprobe mit allen Künstlern und Publikum, das dafür zehn Euro berappen und frühzeitig reservieren musste. Noch schneller waren die 30 Euro teuren Karten für die Show am Abend ausverkauft. Doch dafür konnten hunderte stolze Kartenbesitzer dann einmal mit dabei sein, wenn "ChueLee", "Die Säntisfeger", "Captain Cook" und wie sie alle hei?en um die Wette musizierten.

Ach ja: Thomas Ohrner war nicht lila-blassblau, dafür umso besser gelaunt und am Ende gewann der ?sterreicher Marc Pirchner mit seinem Akkordeon und dem Titel "Hey Diandl spürst es so wie i?" - Jo mei, g`spührt ham ma`s.

© 2003 Badische Zeitung