Pforzheimer Design-Studentin entwirft Gestühl für Super-Achterbahn

Es gibt Firmen, die kaufen jungen Design-Talenten die Rechte am Entwurf ab ? und lassen diese im Tresor verschwinden. Hauptsache, die Idee ist vom Markt. So etwas ärgert den kreativen Nachwuchs.

?Die Firma hat uns au?er in Sachen Sitz- und Bügelergonomie einfach machen lassen?, sagt Kellner, die in der Gunst des Unternehmens ganz vorne lag. Natürlich ist ihr klar, dass der Prototyp technisch noch optimiert wurde, um den Segen des T?V zu bekommen ? ohne den geht gar nichts. Ist auch ganz gut so, denn der Fahrgast sitzt in einer Vertikal- und Horizontal-Rakete: dank Katapultstart in zweieinhalb Sekunden von null auf hundert ? das ist Formel-1-Niveau. Mit maximal fast dem Vierfachen der normalen Erdbeschleunigung wird der Passagier in die Sitzschale gepresst. Esther Wawrin von der Unternehmenskommunikation des Europaparks spricht von ?hervorragenden ergonomischen Eigenschaften und einem ansprechenden Design.?

Dreieinhalb Minuten lang hält der ?Megacoaster? seine bis zu 100 Passagiere in Atem, unter anderem mit dem höchsten Looping einer europäischen Katapultbahn, zwei weiteren ?berkopfelementen und einer 360-Grad-Schraube. ?Ich bin begeisterte Achterbahn-Fahrerin?, sagt Amrei Kellner. Bald wird sie zusteigen.

© Pforzheimer Zeitung - Redakteur: Olaf Lorch