Roland Mack trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel

Am vergangenen Donnerstag, den 10. September 2009, traf Roland Mack gemeinsam mit weiteren Vertretern der Deutschen Tourismuswirtschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Der geschäftsführende Gesellschafter des Europa-Park schilderte während des Gesprächs die Situation der Freizeitparkbranche in Deutschland im direkten Vergleich mit der europäischen Konkurrenz.

Im Rahmen des Treffens legte Klaus Laepple, Präsident der Deutschen Tourismuswirtschaft und des Deutschen Reiseverbandes, die zentralen Forderungen der Tourismuswirtschaft dar. Zu diesen Forderungen zählten unter anderem eine Vereinfachung des deutschen Arbeitsrechts, stärkere Investitionen ins Tourismusmarketing und die Korrekturen von Mehrwert-, Erbschafts- und Unternehmenssteuer.

Gerade durch die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze für Freizeitparks in Europa entstehe eine Wettbewerbsverzerrung für die deutschen Freizeitparks, betonte Roland Mack während des Gesprächs. In 50 % der Staaten können Hotel- und Gaststättenbetriebe aber auch Freizeitparks von einem ermä?igten Mehrwertsteuersatz profitieren. Dies bedeute für Deutschland als Tourismusziel einen enormen Wettbewerbsnachteil, so Mack. Denn durch die Angabe des Inklusivpreises, der die Mehrwertsteuer beinhaltet, sehe der Verbraucher zwar, dass ein Freizeitpark in Deutschland höhere Preise veranschlagt als beispielsweise ein vergleichbarer Park in Frankreich, dabei nehme er aber nicht wahr, dass die Betriebskosten des deutschen Parks entsprechend höher seien.

In der Anpassung des Mehrwertsteuersatzes für touristische Attraktionen und Betriebe in Deutschland sieht Roland Mack, designierter Präsident des Weltverbands der Freizeitindustrie, enormes Potential zur Verbesserung der Attraktivität des Tourismusstandorts Deutschland. ?Durch die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit würden in der Tourismusbranche weitere Arbeitsplätze geschaffen?, betonte er zum Abschluss.

Der Europa-Park zählt mit über vier Millionen Besuchern zu den besucherstärksten Freizeitparks der Welt und ist darüber hinaus ein wichtiges Zugpferd im Deutschlandtourismus. Zusätzlich zu 3.000 Arbeitsplätzen im Freizeitpark selbst werden durch den Europa-Park auch rund 8.000 indirekte Arbeitsplätze in der Region gesichert.

Foto: vorn, von links: Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender TUI AG; Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende Deutsche Zentrale für Tourismus; Klaus Laepple, Präsident Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft; Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin; Ernst Hinsken, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung; Ernst Fischer, Präsident Deutscher Hotel- und Gaststättenverband; Dr. Eckhard Franz, Abteilungsleiter Mittelstandspolitik im BMWi; hinten, von links: Richard Eberhardt, Präsident Internationaler Bustouristikverband; Staatssekretär Reinhard Meyer, Präsident Deutscher Tourismusverband; Roland Mack, Geschäftsführender Gesellschafter Europa-Park; Dr. Rembert Euling, Vorsitzender Geschäftsführung REWE-Touristik; Wolfgang Steinbrück, Präsident Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (Quelle: Bundesregierung, Sandra Steins)


Fotos