Ein Fan der ersten Stunde

Klaus Bernhardt ist Vorstandsmitglied im einzig offiziellen Freundeskreis des Europa-Park.


WEIL AM RHEIN. Anfang Juni stieg im Europa-Park Rust wieder ein gro?es Fantreffen mit über 200 Teilnehmern. Einer der Organisatoren war der Friedlinger Klaus Bernhardt (51), der eines von acht gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern des einzigen offiziellen Europaparkfanclubs ist.
Von Freizeitparks ist der Bähnler, der als Personaldisponent im Badischen Bahnhof Basel arbeitet, seit seiner Jugend fasziniert. Die Entwicklung des Europaparks hat er seit dessen Eröffnung im Jahr 1975 intensiv verfolgt. Heute kommt er jährlich auf 40 bis 50 Besuche in Rust.

Nicht immer aber sind diese auch mit einem Parkbesuch verbunden. Oft reise er zu Sitzungen an, in denen zukünftige Weichenstellungen besprochen werden, so Bernhardt. Denn die Meinung der Fans sei der Inhaberfamilie Mack sehr wichtig, freut er sich. Mit der Parkleitung und den übrigen Vorstandsmitgliedern kommuniziere er nahezu täglich per Mail, immer öfter auch per Videokonferenz.

Seit die Internetplattform am 12. März 2008 online ging, investierten Bernhardt und seine Vorstandskollegen etwa 2500 Arbeitsstunden in deren Ausbau. Stolze 3300 Seiten, etwa 4000 Fotos, ein umfangreiches Video-Archiv, einen Online-Fanshop und vieles mehr umfasst der Auftritt mittlerweile.

?ber eine Feedback-Ecke können die Fans Anregungen geben und Kritik äu?ern. "Die hier eingehenden Nachrichten werden vom Europa-Park jeden Abend abgerufen", wei? Bernhardt, der den Europa-Park übrigens auch im Vorstand des Freundeskreises Kirmes und Freizeitparks vertritt. Der ledige Klaus Bernhardt, der aus Kassel stammt und 1987 aus beruflichen Gründen nach Friedlingen zog, wird sich auch weiterhin für den Europa-Park engagieren. Dessen Entwicklung sei enorm, er verdiene im Gegensatz zu anderen, künstlich aus dem Boden gestampften Vergnügungsstätten die Bezeichnung Park auch, da er rund um einen Schlosspark gewachsen sei und viel Natur biete. "Hier kann man den ganzen Tag verweilen, ohne auch nur eine Attraktion zu nutzen", gerät er ins Schwärmen. Dennoch seien die Erlebnisbereiche natürlich wichtig. Und dass pro Jahr rund 15 bis 20 Millionen Euro in Neuerungen investiert würden, beflügle auch die Fans in ihrem Engagement.

Dieses Fan-Engagement umfasst unter anderem auch die Mithilfe bei Veranstaltungen wie etwa den Science Days. Auch Live-Berichterstattungen von Events wie "Stars on Ice" oder Shows wie "Wetten dass" und "Immer wieder sonntags" stellen Fans wie Klaus Bernhardt, der auch andere Parks in ganz Europa besucht, auf die Beine. Die Mitgliedschaft im Fanclub ist kostenlos. Rund 900 Fans aus ganz Europa gehören der Gemeinschaft bereits an. Tendenz stark steigend.

© Badische Zeitung vom 16.06.2011 - Bericht von Herbert Frey

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